BERGKRISTALL

Dieser transparente Quarz war bei allen Zivilisationen der Antike bekannt und beliebt und hat seit jeher Verwendung in der Juwelierkunst gefunden.
Sein Name kommt von grch. kurstallos, „Eis“, denn er erinnert an gefrorenes Wasser. Im Westen kam er insbesondere im 16. und 17. Jahrhundert zu Ehren, wie viele europäische Museen belegen. Hier sind zahlreiche Kelche, Wasserkaraffen, Schiffchen und Schatullen zu finden.
Mit dem Art-déco-Stil und der Vorliebe für alles Reine und Pure kommt der Bergkristall erneut in Mode.
Cartier hat den Bergkristall mit besonderer Kunstfertigkeit bearbeitet und Armreife sowie ringförmige oder rechteckige Broschen daraus gefertigt. Oft wurde der Bergkristall dabei in Verbindung mit Onyx verarbeitet, um einen eleganten Kontrasteffekt zu erzielen, oder in Verbindung mit Diamanten, um ihn besser zur Geltung zu bringen.
So kaufte Gloria Swanson 1932 zwei außergewöhnliche, flexible und dehnbare Armreife aus mehreren Dutzend Bergkristall-Halbscheiben, die mit Diamanten in Platinfassung verziert sind.
Und schließlich haben auch die legendären „Pendules mystérieuses“ von Cartier meist ein Zifferblatt aus Bergkristall. Siliziumoxid. Härte: 7.
Schmuckstein der Löwe-Geborenen. Vereinigte Staaten, Brasilien, Frankreich.