OPAL

Es gibt zahlreiche Kategorien dieses Steins, der durch die regelmäßige Anhäufung winziger, lichtbrechender Siliziumoxid-Kügelchen erstaunliche irisierende Lichtreflexe hervorrufen kann. In der Juwelierkunst verwendet man den Edelopal oder auch „Harlekin“ mit milchig-weißem Untergrund und hellem Feuer in allen Farben. Ferner verwendet man den „Feueropal“ der, wie sein Name schon sagt, einen roten Untergrund hat und in rotorangen Reflexen funkelt. Und nicht zuletzt der sehr seltene schwarze Opal: Er ist sehr dunkel und funkelt in bunten Farben. Nach der Etymologie des Wortes zu schließen – in Sanskrit upala, „Edelstein“ –, geht die Verwendung des Opals bis in das Dunkel der Geschichte zurück. In den Kulturen der Antike und bei den Arabern schrieb man ihm schützende Kräfte zu. Aus diesem Grund wurde er zur Herstellung von Amuletten, Talismanen und Schmuckstücken verwendet. Im 19. Jahrhundert sagte man ihm in Frankreich dagegen nach, dass er Unglück bringe. Von den Jugendstil-Juwelieren wurde er jedoch umfassend rehabilitiert. Louis Cartier entwarf 1903 für die Diva Nellie Melba einen wunderschönen Opalanhänger in Herzform. Kieselsäure. Härte: 5,5 bis 6,5. Schmuckstein der Oktober-Geborenen. Australien, Mexiko, Brasilien, Vereinigte Staaten.