Bei dieser Phase der Herstellung eines Schmuckstücks wird die Metallfassung, die den Stein aufnehmen soll, präzise durchstochen, damit das Unterteil des Steins sichtbar wird. Durch das Lichten wird der Stein vollständig von Licht durchdrungen und glänzt somit stärker.
Einem Schmuckstück Glanz oder den letzten Schliff verleihen. Diese Arbeit wird per Hand oder auf einer Drehbank verrichtet, die mit rotierenden Schleifscheiben, Bürsten und Bohrern versehen ist.
Technik, bei der mit Ziselierpunze und Hammer ein Dekormotiv auf ein Stück Metall aufgebracht wird. Anders als bei der Gravur wird das Metall dabei nicht eingeritzt sondern nach innen getrieben. Neben dem Hämmern ist dies die älteste vom Menschen entwickelte Dekorationstechnik.
Chemische Zersetzung bestimmter Substanzen, die durch elektrischen Strom hervorgerufen wird. In der Galvanoplastik verwendet man die Elektrolyse zum Vergolden, Versilbern oder Verchromen eines Gegenstandes oder Schmuckstücks.

Vorgang, bei dem transparente, kolorierte Emaille (in Form von Glaspuder) auf eine gravierte oder guillochierte Oberfläche aufgeschmolzen wird.
Bezeichnung für die mehr oder weniger schmale, unbehandelte oder polierte Trennlinie zwischen dem Unterteil und der Krone eines geschliffenen Steins.

Wie die Etymologie des Wortes (von grch. gluptos, „graviert“) verrät, ist die Glyptik die Kunst der Gravur von Edel-, Farbedel- oder Dekorsteinen. Siegel und Intaglio-Arbeiten werden im Hohlstich angefertigt, Kameen als Relief. Mit den ersten Stempeln und Zylindersiegeln tritt die Glyptik ab dem 5. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung in Mesopotamien auf. In Ägypten wurde diese Kunst mit der Gravur von Smaragd-Amuletten oder Farbedelsteinen wie Türkis, Lapislazuli und Amethyst perfektioniert. Die Griechen und Römer schufen bewundernswerte Intaglio-Arbeiten und Kameen, deren Qualität später erst wieder in der italienischen und französischen Renaissance erreicht wurde.
Diese Schmelztechnik, deren Ursprünge sich im Dunkel der Zeit verlieren, wird zur Herstellung kleiner Metallskulpturen aus Gold, Silber, Bronze, Kupfer, Messing o.a. verwendet. Bei der traditionellen Technik wird ein Gegenstand aus Wachs angefertigt, um den herum eine Tonform gebildet wird, deren erste, formbare Schicht die Form des Wachsgegenstandes annimmt. An der Ober- und Unterseite der Form werden zwei Öffnungen ausgespart. Die Form wird erhitzt, wodurch das Wachs durch die untere Öffnung austritt. Anschließend wird durch die obere Öffnung geschmolzenes Metall an die Stelle des Wachsgegenstandes eingegossen. Nach dem Abkühlen und Zerschlagen der Tonform gibt diese den Metallgegenstand frei.
Wachs- oder Plastilinmodell (in Echtgröße) eines gezeichneten Schmuckstückentwurfs. Das Modell stellt ein möglichst genaues Abbild dar, anhand dessen sich die Umsetzung des Entwurfs prüfen lässt.
Das Entfernen von Spuren, die Werkzeugzähne auf Edelmetallen hinterlassen. Vorgang, welcher der Politur vorausgeht.
Tätigkeit, bei der ein Gegenstand poliert wird, indem ihm durch Reiben mit verschiedenen, immer feineren Schleifmitteln Glätte, Ebenmäßigkeit und Glanz verliehen wird. Polierer ist ein eigenständiger Beruf, der viele Jahre Erfahrung erfordert.

Phase bei der Herstellung eines Schmuckstücks: Der Juwelier zeichnet auf das Metall die Form des darauf zu platzierenden Steins auf, durchsticht das Metall und setzt dann den Stein, um die Korrektheit der Zeichnung zu überprüfen. Danach kann das Lichten erfolgen.
Die Kunst des Fassens, d.h. der Befestigung eines Schmucksteins auf einem Schmuckstück, ist eine der edelsten Aufgaben des Juweliers: Er muss die Qualitäten eines Steins optimal zur Geltung bringen. Weltweit gibt es drei verschiedene Fassungsarten: die geschlossene Fassung, die Krappen-, Nagel- oder Granfassung und die unsichtbare Fassung.Die geschlossene Fassung ist die älteste und festeste aller Fassungsarten. Dabei wird auf Höhe der Rundiste eine Metall-Lamelle um den Stein herum getrieben. Der Stein ist somit vollständig von Metall umgeben.
Durch die moderneren Krappen-, Nagel- oder Granfassungen kann der Stein weitestgehend von Metall befreit werden und kommt so besser zur Geltung. Bei der Krappenfassung werden kleine Metallkrappen, die am Chaton angebracht sind, um die Tafel (oberste Facette) gebogen; bei der Nagelfassung werden feine Goldstifte, deren Ende zu einem Nagelkopf gearbeitet ist, um den Stein gebogen; bei der Granfassung werden schließlich kleine Metallgrane rundherum aus der Metallfassung angehoben und um den Stein gebogen. Zum Fassen eines Steins benötigt man drei bis sechs Krappen und drei oder vier Grane.
Die dritte Fassungsart ist schließlich die unsichtbare Fassung, bei der die Fassung überhaupt nicht zu sehen ist. Der Stein bewahrt so seinen maximalen Glanz. Bei dieser Fassung muss der Stein jedoch eckig gearbeitet werden, damit mehrere Steine im Pavé nebeneinander gesetzt werden können. Dabei werden in das Unterteil des Steins V-förmige Rillen geschnitten, die perfekt in Metallschienen passen. Der Stein wird nun neben seinen Nachbarstein auf diese Schienen geschoben und um das Pavé herum bleibt nur ein sehr dünner Goldstreifen stehen.Die unsichtbare Fassung wurde von Cartier 1933 erfunden und zum Patent angemeldet.