PUNZEN
Punzen sind Markierungen, die auf einen Gegenstand aus Edelmetall aufgebracht werden. Anhand dieser Punzen kann man beispielsweise den Namen des Herstellers feststellen, sie garantieren den Edelmetallgehalt und belegen die Zahlung der Steuertaxe. Ein Schmuckstück kann somit mehrere Punzen tragen. In Frankreich sind zwei Punzen verbindlich: die Beschaumarke (poinçon de garantie) und die Meisterpunze (poinçon de maître ). Die Beschaumarke wird aufgebracht, wenn der Gegenstand den gesetzlichen Feingehalt an Gold, Silber oder Platin aufweist. Die Meisterpunze, die im Jahr 1355 von König Johann dem Guten in Frankreich eingeführt wurde, ist ebenfalls verbindlich für sämtliche Gegenstände, die aus diesen Metallen hergestellt werden. Der Hersteller muss sich beim „Bureau de garantie“ (Punzamt) anmelden und dort seine Meisterpunze auf einer Kupferplakette registrieren lassen. Der Prüfer des Punzamtes wacht darüber, dass dieselbe Punze nicht von zwei Herstellern verwendet wird.