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MUSÉE D’ART MODERNE DE LA VILLE DE PARIS, PARIS

Medusa, Schmuck und Tabus

Ausstellung vom 19. Mai bis 5. November 2017

Die Ausstellung Medusa zeigte Schmuck aus einer ganz neuen Perspektive und beleuchtete dabei einige Tabus, die ihn umgeben. Sie widmete sich Kreationen von der frühen Geschichte bis aus der heutigen Zeit, die von Designern, Künstlern, anonymen Handwerkern sowie großen Juwelieren stammen. Ferner hob die Ausstellung den vielschichtigen Charakter von Schmuck hervor und baute Vorurteile ab, die mit ihm in Verbindung gebracht werden. Oft als zu feminin, zu kostbar oder zu primitiv empfunden, wurde Schmuck häufig missverstanden. Und obwohl er eine der ältesten künstlerischen Ausdrucksformen darstellt, blieb ihm doch lange der Status, ein Kunstwerk zu sein, verwehrt.

Um die Funktion des Schmucks als Statussymbol oder als Zeuge historischer Ereignisse zu illustrieren, wählte die Kuratorin der Ausstellung, Anne Dressen, acht Kreationen der Cartier Collection. Unter anderem entschied sie sich für die Draperie-Halskette aus dem Jahr 1947, welche einst der Herzogin von Windsor gehörte, das Schlangen-Collier – eine Spezialanfertigung für die Schauspielerin Maria Félix aus dem Jahr 1968, oder auch die Käfig-Brosche aus dem Jahr 1944. Darüber hinaus stellte die Maison verschiedene Dokumente aus den Archiven, darunter zwei Zeichnungen, als Leihgabe zur Verfügung.

Medusa exhibition