Vom 1. Juni bis 31. Juli 2019 zeigen Cartier und das Palace Museum in Peking die Ausstellung „Beyond Boundaries: Cartier and The Palace Museum Craftsmanship and Restoration Exhibition“ in der Meridian Gate Gallery des Palace Museums.

Zehn Jahre nach „Cartier Treasures – King of Jewellers, Jeweller to Kings“ kehrt Cartier in die Verbotene Stadt zurück. Die Besucher sind dazu eingeladen, die freundschaftliche Verbundenheit zwischen der Maison und China zu entdecken, die auf gegenseitiger Inspiration und geteiltem Savoir-faire basiert.

Ein einzigartiges Ereignis an einem der prestigereichsten Orte der Welt: Die Ausstellung umfasst 850 Exponate von der Ming-Dynastie bis heute. Sie stammen aus der Cartier Collection, den Archiven der Maison, den Kollektionen des Palace Museums, öffentlichen Einrichtungen wie dem Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Australia, dem Qatar Museum, dem internationalen Uhrenmuseum von La Chaux-de-Fonds sowie aus privaten, königlichen und fürstlichen Sammlungen.

Im Gegensatz zur westlichen Symbolik, wo der Drache etwas Furchterregendes darstellt, repräsentiert er in China das Gute und den Mut. Auf dieser Brosche aus dem Jahr 1920 setzte Cartier zwei Drachen in Szene, die um eine zentrale Perle herum spielen – ein in der chinesischen Architektur oder auf Möbeln häufig vorkommendes Motiv. Diese Brosche wurde von Jeanne Paquin erworben, einer in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bekannten Pariser Modeschöpferin. Sie gehörte zu den Ersten, die ihr Unternehmen international ausbaute.

 

Brosche

 

Cartier Paris, 1920

Platin, Diamant, Smaragd, Rubin, Onyx.

Cartier Collection.

Perlmutt, Koralle, Jade, Saphir, Türkis, Diamant, Aventurin – für Cartier sind Edelsteine gleichbedeutend mit Farben, welche die Zeichner für ihre Entwürfe verwenden. Bestes Beispiel: Dieses Nécessaire von 1928, das heute Teil der Cartier Collection ist. Es beeindruckt durch seine subtilen Material- und Tiefeneffekte, die wahrscheinlich von einem chinesischen Porzellanteller aus der Kangxi-Periode inspiriert wurden. Das mit Emaille der „grünen Familie“ bemalte Stück befand sich in der Sammlung von Louis Cartier. In der Ausstellung wird es neben einem Teller mit ähnlichem Muster aus der Kollektion des Palace Museums gezeigt.

 

Chinesisches Nécessaire

 

Cartier Paris, 1928

Gold, Platin, Perlmutt, Koralle, Saphir, Türkis, Onyx, Aventurin, grüne und weiße Jade, Smaragd in Matrix, Smaragd, Diamant, schwarzer Lack.

Cartier Collection.

Cartier schöpfte gerne aus der chinesischen Motiv-Vielfalt: Ab den 1920er Jahren war es die Chimäre, dieses Mischwesen aus Ziege, Löwe und Drachen, das die Inspiration für zahlreiche edle Gegenstände bildete. Dieser Armreif, eine Sonderanfertigung im Auftrag der Schauspielerin María Félix aus dem Jahr 1972, verleiht dem stilisierten Fabelwesen die intensive Leuchtkraft von Koralle. Die Details werden durch Diamanten und Smaragd-Cabochons betont. Das Schmuckstück bereichert seit kurzem die Cartier Collection.

 

Chimère Armreif

 

Cartier Paris, Sonderanfertigung, 1972

Gold, Diamant, Smaragd, Koralle.

Cartier Collection